Senior/innen-Studium

Die Bergische Universität bietet ein Studium für Ältere an, das Senior/innen-Studium. Der Begriff „Ältere“ ist in der Konzeption von 1987 nicht definiert worden und umfasst Menschen in der zweiten Lebenshälfte, meist über 45 Jahren. Der Gedanke des lebenslangen Lernens wird hier für diejenigen umgesetzt, denen der Zugang zur akademischen Bildung bislang nicht möglich war oder die frühere Studien ergänzen und auffrischen möchten. Auf eine formale Hochschulzugangsberechtigung wird verzichtet.

Die für das Senior-Studium zugelassenen Fächer umfassen ein breites Spektrum von Sozialwissenschaften und Geisteswissenschaften, weitere Fächer können ergänzend gewählt werden. Das Senior/innen-Studium ist eine wissenschaftliche, jedoch nicht berufsqualifizierende Weiterbildung, das zu erwerbende Zertifikat stellt deshalb keine Qualifikation für eine Berufsausübung dar. Dem Bedürfnis nach Lernen und wissenschaftlicher Bildung kann in der nachberuflichen Phase oder parallel zur Erwerbstätigkeit nachgegangen werden, ohne diese Lernphase unter den Druck einer beruflichen Weiterbildungsmaßnahme zu stellen.

An die im Studium geforderten Leistungen werden die gleichen Qualitätsansprüche wie an Leistungen in den Regelstudiengängen gestellt. Die  Senior-Studierenden nehmen an Vorlesungen und Seminaren der Regelstudiengänge teil und erarbeiten eine wissenschaftliche Abschlussarbeit. Diese leistungsbezogene Form des Studiums ist eine Besonderheit unter den Senior-Studien an deutschen Universitäten. Begleitend zu den fachbezogenen Studienveranstaltungen begegnen sich die Senior-Studierenden jede Woche im ausschließlich für diese Gruppe konzipierten Begleitseminar, das die Selbstorganisation der Studierenden unterstützt und methodische Kenntnisse sowie Arbeitstechniken vermittelt. Information und Beratung werden in einer Sprechstunde angeboten. 

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